Pitti Uomo 90: Mein Highlight des Jahres

Zum ersten Mal werde ich nächste Woche nach Florenz an die Pitti Uomo reisen. Ich weiss noch nicht genau, was mich dort alles erwartet. Aber eins ist gewiss. Es wird eines der beeindruckendsten Erlebnisse für mich im 2016.

Natürlich geht’s nicht ohne Vorbereitung. Denn wer sich an der Pitti Uomo, der wohl bedeutendsten Messe für klassische Herrenmode, nicht komplett fehlplatziert vorkommen möchte, kommt nicht um ein perfekt sitzendes und komplett durchgestyltes Outfit herum. Und so begannen die Vorbereitungen bereits im April. Allem voran musste natürlich ein Anzug her. Dazu traf ich mich mit meinen Style-Beratern welche mir verschiedene Stoff-Kombinationen vorstellten.

Stoffauswahl

Eine dieser Kombinationen hat mich sofort fasziniert. Dieses Mal habe ich mich komplett auf meine Berater verlassen und selbst keine Entscheidungen getroffen. Egal ob Futterstoff oder Knöpfe. Die Beiden hatten freie Hand.

Während mein neuer Anzug genäht wurde, machte ich mich auf die Suche nach den passenden Schuhen. Mit Schuhgrösse 48 nicht ganz einfach, gibt es noch modische Herrenschuhe meist nur bis Grösse 46. Und so musste ich duzende Schuhe probieren, bis der passende dabei war. Ich komme immer weniger um diese eine Schuhmarke rum, die allmählich die Oberhand in meinem Schuhschrank gewinnt.

Aufgrund der speziellen Farbkombination des Anzuges, musste ich lange nach einer passenden Krawatte suchen. Die Internet-Suche lieferte leider nicht ansatzweise passende Ergebnisse und auch Besuche bei den üblichen Verdächtigen in Zürich brachten keinen Erfolg. Ich stiess jedoch zwischenzeitlich auf Instagram auf einen Krawatten-Hersteller aus Neapel, der mich immer mehr in seinen Bann ziehen konnte. Einige Nachrichten später schickte er mir dann sämtliche verfügbaren Stoffe als Foto. Es gab zwei Stoffe in der engeren Wahl. Leider war dann vom einen Stoff doch nicht mehr genügend vorhanden, sodass ich mich schliesslich für den anderen entschied. Natürlich konnte mich auch dieser vollends überzeugen. Rund zwei Wochen später hielt ich das Prachtsexemplar dann in der Hand.

Während ich noch immer auf meinen Anzug wartete, entschloss ich mich, mein Outfit noch mehr zu perfektionieren. Eine neue passende Brille musste her. Das wurde aber auch langsam Zeit. Denn ich redete schon seit Monaten davon. Ein kurzer Abstecher in ein besonderes Brillengeschäft und schon fand ich die passende. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen könnte. Denn eigentlich bin ich ja schon ein wenig heikel. Aber wenn’s passt, dann passt’s.

Mittlerweile war die Weste meines Anzuges eingetroffen. Da es meine erste Weste dieses Schneiders war, wurde sie per Express-Auftrag bestellt. Denn so konnte im Fall der Fälle nochmals eine neue nachbestellt werden. Und tatsächlich stellte sich bei der Anprobe heraus, dass zu viele Änderungen für den perfekten Sitz notwendig waren. Also die Details anpassen und nochmals eine Weste bestellen. Zum Glück haben meine beiden Berater da mitgedacht. Denn ohne passende Weste wäre das Outfit nicht halb so gelungen.

Ausmessen

Jetzt ging’s nur noch um die Accessoires. Socken, Ansteckblume, Pochettli und natürlich auch eine Uhr musste her. Die Uhr ist mein heimlicher Liebling. Sie gibt dem Outfit definitiv das letzte Quäntchen Exklusivität. Ich freue mich jetzt schon, euch diese bald präsentieren zu können. Natürlich zeige ich euch auch alle anderen Teile meines Outfits noch im Detail. Aber natürlich erst ab nächster Woche, wenn ich damit die Pitti Uomo in Florenz unsicher gemacht habe.

Ich freue mich auf eure Reaktionen. Bis bald mit einem Bericht aus Florenz.

Mr. Bow Tie Verfasst von:

Individuell, auffällig, extravagant.

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